Keine Welt

Wenn ich es richtig begriffen habe, kann es die Welt nicht geben. Es gibt nur Bereiche. Und die Welt kann nicht die Gesamtheit aller Bereiche sein. Weil sie dann selber ein Bereich wäre?

12 Gedanken zu „Keine Welt“

    1. Die Wissenschaft erklärt uns, dass sich alles nur in unserem Kopf abspielt und vieles was außerhalb ist (in der “Welt”), nicht so ist wie es scheint. Alles was so ist wie es ist, ist außerdem reine Interpretation unseres Geistes.

      1. Die Frage ob die Welt existiert, stellt sich für mich nicht. Dass wir sie als Lebewesen (hier: Subjekte) subjektiv wahrnehmen müssen ist ebenfalls gegeben und auch durchaus zweckmäßig.

        Das ursprüngliche Zitat bringt eher metaphysische Gedanken ans Licht, ob denn ‘die Summe aller Teile’ alles ist was es geben kann. Ich beweg mich jetzt bewusst weg vom Fundament der Physik als ‘harte’ Naturwissenschaft…

        1. Der Philosoph Markus Gabriel schreibt in seinem aktuellen Buch “Warum es die Welt nicht gibt” genau über diese Thematik. Ich habe bisher nur hineingeschnuppert und war begeistert von seinen klaren und neuen Gedanken. Werde mich damit beschäftigen.

  1. Im ganz kleinen verhält es sich ähnlich verworren. Ein kleiner Denkanstoß soll hier Erwähnung finden: Das Zentrum eines Atoms ist weniger als die Summe seiner Teile…

    Kann also die Welt mehr sein als die Summe ihrer Bereiche und dennoch obiges gelten?

    1. Wenn es sich um die Summe der Teile des Atoms handelt, ist es logisch nachvollziehbar, dass das Zentrum jenes Atoms weniger beinhaltet. Sonst wäre es ja nicht nur der zentrale Bereich sondern das Ganze. Oder verstehe ich etwas falsch?
      Der entscheidende Gedanke bei der Welt und den Bereichen dürfte sein: Wenn die Welt die Summe der Bereiche ist, muss sie selbst ein Bereich sein. Und wenn sie selbst ein Bereich ist, kann sie nicht gleichzeitig die Summe der Bereiche sein. Taugt mir irgendwie.

      1. Das Verblüffende ist an Dir vorbeigezogen Zonko, die Rede war lediglich vom Kern. Nochmal etwas plastischer formuliert:

        Wennst den Atomkern in drei Teile teilst und jeden einzelnen auf die Waage legst und dann zusammenzählst, kommt mehr raus als wennst alle drei gleichzeitig abwiegst.

        Die mikroskopische Welt ist hier so eine Art Gegenentwurf zu “die Welt ist mehr als die Summe ihrer Bereiche”, obwohl sie aus solch kleinen Teilen besteht…

        1. Dachte mir schon, dass da etwas an mir vorbeigezogen ist :-)) Weiß man, warum “das Verblüffende” im konkreten Fall so ist, wie es ist? Gibt es eine anerkannte Erklärung für das Phänomen oder tappen die Forscher selber im Dunkeln und mutmaßen?

  2. Den Zusammenhang hat der Einstein (Relativitätstheorie – Äquivalenz von Masse und Energie) seinerzeit schon erkannt, auch wenn er ihm in diesem Ausmaß vielleicht nicht bewusst war. Der Teil der “abgeht” wird einfach dazu verwendet, die Teile zusammenzuhalten, Physiker reden von “Bindungsenergie”.

    Will den Wortwohnort mit sowas aber auch nicht überstrapazieren, war nur eine kurze Anekdote die mir dazu einfiel (;

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